Dienstag, 15.05.2012

Ruf erweitert das Produktangebot um Betonbehälter DN 2700

Beta fertigt maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftszweigen Betonwerksausrüstung und Lastaufnahmemittel an den Standorten Heringen/Thüringen und Hofheim/Unterfranken. Das Programm wurde zuletzt um Magnet- und Schaltechnik für die Fertigung von flächigen Betonelementen ergänzt. Seit dem Zusammenschluss mit Wolf & Co. zählen auch Stahlformen für Rohre, Schachtbauteile, Behälter und Sonderprofile zum Angebot der Beta Maschinenbau GmbH & Co. KG. Eine Fertigungseinrichtung zur Herstellung von Behältern DN 2700 im Gießverfahren wurde im Frühjahr an die Firma Ruf GmbH in Wilburgstetten, Deutschland, geliefert. Mit der modernen Großform hat Ruf auf die steigende Nachfrage der Kunden nach hochqualitativen Betongroßbehältern reagiert und hat Behälter DN 2700 mit variablen Höhen bis 3,65 m nun fest im Programm.

Seit mehr als 125 Jahren steht der Name Ruf für innovative und effiziente Lösungen rund ums Bauen und Renovieren. Rufs Kunden erhalten alles aus einer Hand, vom Wohnungsbau über den Industrie- und Gewerbebau bis hin zum Tiefbau. Ein gut sortiertes Baufachzentrum direkt am Produktionsstandort rundet das Programm ab. Mit attraktiven Komplettlösungen und einer nahtlos funktionierenden Logistik strebt Ruf erfolgreich nach einer sehr hohen Kundenzufriedenheit. Schwerpunkte der Fertigteilproduktion für den Hochbau liegen bei Ruf in Hallensystemen aus Betonfertigteilen, vorgefertigten
Wand- und Deckenelementen für den Wohnungsbau sowie konstruktiven Betonfertigteilen. Im Bereich des Tiefbaus bietet Ruf neben den bereits genannten Produkten eine breite Produktpalette an qualitätsgesicherten und zertifizierten Betonfer tig teilen an. Als Mitglied der Fachvereinigung Beton und Stahlbetonrohre (FBS) fertigt das nach DIN EN ISO 9001 zertifizierte Unternehmen Betonrohre, Stahlbetonrohre, das komplette Schachtprogramm und Tangential schächte nach DIN und FBS-Qualitätsrichtlinie. Weitere Produkte sind bei spielsweise Großschächte für Anschlüsse größer DN 1000, vollbiologische Kleinkläranlagen mit Abwasserbelüftung nach DIN 4261 Teil 2 und monolithisch gefertigter Stahlbetonrundbehälter nach DIN 4034. Mit der neuen Großform von Beta konnte Ruf jetzt die maximale Größe seiner angebotenen Stahlbetonrundbehälter deutlich steigern. Zeitsparende Herstellung der Betonbehälter DN 2700 Eingesetzt wird die neue Form in einer neu errichteten Halle, die mit einer Kranbahn in entsprechend erforderlicher Höhe ausgestattet ist. Bei der neuen Fertigungseinrichtung von Beta handelt es sich um Großformen zur effizienten Herstellung von Betonbehältern und Abdeckplatten DN 2700 im Gießverfahren. Die Spitzendausbildung erfolgt nach DIN 4034 Teil 2. Die Fertigung der Behälter erfolgt in umgekehrter natürlicher Lage mit dem Boden nach oben. Die Wandung und der Boden werden zeitsparend in einem Arbeitsschritt betoniert. Durch einen neuentwickelten Unterstützungskorb DN 2700, der in die Form eingesetzt werden kann, lässt sich die Wandhöhe der Behälter variabel einstellen. Der Unterstützungskorb besteht aus einem unteren und oberen Flansch. Mittels Distanzrohren lassen sich vier verschiedene Bauhöhen einstellen. Die maximale Höhe des Gesamtbehälters beträgt 3.650 mm. Die Wandstärke liegt konstant bei 120 mm, der Außendurchmesser des fertigen Betonbehälters beträgt somit 2.940 mm über seine gesamte Höhe. Die Bodenplatte hat eine Dicke von 150 mm. Daraus ergibt sich eine maximale lichte Höhe von 3.500 mm des fertigen Behälters. Das Fassungsvermögen der größten Variante liegt dann bei etwa 9,5 m³. Die Beta Behälterform garantiert Sichtbetonqualität und besteht im Wesentlichen aus dem einteiligen Kern, den als Springform ausgeführten Formenmantel, einem Stahlprofilring zur Spitzendausbildung und dem genannten Unterstützungskorb. Der robuste Kern DN 2700 aus Stahlblech ist einteilig und zum späteren effizienten Entschalen hydraulisch verengbar. Der Formenkern steht auf einem umlaufenden Profilrahmen mit Auslegern als Auflage für Mantel und Profilring. Insgesamt vier Bügelverschlüsse an den Auslegern ermöglichen das sichere Verspannen des Formenmantels. Der einteilige Formenmantel DN 2700 WS 120 ist geschlitzt und ebenfalls aus Stahlblech gefertigt. Der Stoß der Springform ist mit einer Gummidichtung versehen.
Da durch lässt sich die Form wasserdicht verschließen. Am Mantel befinden sich zwei Wendezapfen, über die später die sichere Verbindung mit der Drehtraverse am Kran erfolgt. Mit Ratschenverschlüssen kann die Form in kurzer Zeit fest verschlossen und wieder geöffnet werden. Zentrierbolzen sorgen für die Maßgenauigkeit bei der Montage der Form. Nach dem Zusammensetzen der Form und dem Einlegen des Bewehrungs korbs und der Bewehrung für die Boden platte wird mittels Kranbahn und Beton kübel die Behälterform mit Selbstverdichtendem Beton ausgegossen. Bei maximaler Wandhöhe werden dabei etwa 4,74 m³ Beton benötigt. Auf den Einsatz von Außenrüttlern kann verzichtet werden. Der Behälter erhärtet dann etwa einen Tag „auf dem Kopf stehend“ in der Form. Nach dem Abbinden des Betons kann der Betonbehälter zeitsparend entschalt werden. Hierzu wird der Formenkern hydraulisch verengt und somit von der inneren Betonoberfläche gelöst. Die an der Kranbahn hängende, hydraulisch betätigt Drehtraverse wird über die Form gefahren und mit den Wendezapfen des Formenmantels verbunden. Mit Steckbolzen wird diese Verbindung gesichert. Jetzt wird die halbautomatische Drehtraverse von Beta senkrecht nach oben gezogen. Der Formenmantel ist mit vier einbetonierten Ankern mit dem Betonbauteil fest verbunden. Somit heben sich Formenmantel, Profilring und Betonbehälter zusammen als eine Einheit vom Formenkern. Ist der Abzug in voller Höhe abgeschlossen, verfährt die Drehtraverse zum vorgesehenen Standplatz für den ausgehärteten Betonbehälter. Dabei dreht sich die Drehtraverse um 180° um die Wende zapfen, der Betonbehälter kann so auf seiner Bodenplatte abgestellt werden. Im sicheren Stand werden zuerst die Betonankerschrauben herausgedreht. Dann werden die Ratschenverschlüsse
gelöst und die Springform öffnet sich um einen breiten Spalt. Durch die Formänderung der Mantelfläche löst sich diese von der äußeren Betonoberfläche und der Formenmantel kann vorsichtig angehoben werden. Der entschalte und fertige Beton behälter DN 2700 verbleibt dann bis zum Abtransport in der Halle.
Kein Betonbehälter ohne Abdeckplatte Natürlich gehört zu jedem Betonbehälter, der den Hof von Ruf verlässt, auch eine entsprechende Abdeckplatte DN 2700, gefertigt nach DIN 4034 Teil 2. Der 250 mm hohe Formenmantel für die Abdeckplatte ist einteilig geschlitzt ausgeführt und wird am Stoß mit einer Ratsche geschlossen. Zen trierzapfen sorgen für die richtige Positionierung des Formenmantels auf der runden Schalfläche, die auf dem Hallen boden liegt. Wenn der Formen mantel geschlossen ist, kann die vorgefertigte Bewehrung eingelegt werden. Für die Einstiegsöffnungen stehen Beta Aussparungskerne DN 625 und DN 1000 zur Verfügung. Die zylindrischen Aussparungskerne verfügen über Spannschlösser zum mechanischen Verengen beim Entschalen. Die Aussparkerne werden eingebaut, entsprechende Aussparungen in der Bewehrung geben die richtige Positionierung vor und dienen der Lagesicherung beim Betonieren. Vor dem Betonieren werden noch die Profilringe für Formenmantel und Aussparungskerne aufgelegt. Betonbehälter DN 2700 werden sehr gut angenommen
Gleich mit Beginn der neuen Fertigung der Betonbehälter DN 2700 kam dem neuen Produkt aufgrund der sehr hohen Fertigungsqualität eine große Nachfrage entgegen. So werden zukünftig etwa 150 Betonbehälter dieser Nennweite pro Jahr bei Ruf produziert und ausgeliefert. Produziert wird sowohl auftragsbezogen als auch Lagerware.

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